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DEAG das Geschäft brummt


16.12.2002
TradeCentre.de

Die Analysten von "TradeCenter.de" stufen die Aktien von DEAG (WKN 551390) auf aktuellem Niveau als spekulativ kaufenswert ein.

Peter Schwenkow sei wieder voll da. Nachdem sich die Börse in der ersten Jahreshälfte schon große Sorgen um den Konzerveranstalter gemacht habe und das Unternehmen massive Verluste habe ausweisen müssen, sei dem Firmengründer und Großaktionär durch harte Sanierungsmassnahmen bereits im dritten Quartal wieder der Sprung in die Gewinnzone gelungen. Trotz der lausigen Konjunktur plane DEAG Deutsche Entertainment AG im kommenden Jahr einen Umsatz von 120 Millionen Euro und ein EBIT von 5 Millionen Euro. Beim Treffen mit den Analysten von "TradeCentre.de" in der Berliner Firmenzentrale habe Schwenkow zu Protokoll gegeben, dass die Planung knochenkonservativ sei. Den Gewinn nach Steuern kündige der Firmenboss mit mehr als 2,5 Millionen Euro an. Ein weiteres Ziel für Ende 2003 sei, den Konzern komplett zu entschulden. Dies solle durch den Verkauf der Jahrhunderthalle geschehen.


Nach eigenen Angaben gebe es bereits drei potentielle Käufer. Schwenkow wolle über elf Millionen Euro aus der Veräußerung erzielen und sei zuversichtlich, in den nächsten Wochen einen Abschluss vermelden zu können. In diesem Jahr wolle das Unternehmen circa 125 Millionen Euro umsetzen. Im vierten Quartal sei erneut mit einem positiven EBIT zu rechnen. Dem Vernehmen nach würden die Karten für Konzerte wie zum Beispiel für Bon Jovi, Peter Maffays Tabaluga, Bruce Springsteen und die Rolling Stones weg wie warme Semmeln gehen. Letztere seien in der kommunizierten Planung noch nicht enthalten. Als Unternehmer sei der CEO mit der jetzigen Regierung nicht unzufrieden. "Die Stimmung ist so schlecht, dass die Leute zur Zeit am liebsten ihr Geld für Konzerte ausgeben und größere Anschaffungen nach hinten verschieben".

Wie die Analysten von "TradeCentre.de" aus der Branche hören würden, plane der Firmenchef seinen Aktienanteil von aktuell 30 Prozent in naher Zukunft auf über 50 Prozent aufzustocken. Schwenkow habe dieses Gerücht nicht kommentieren wollen. Angesichts eines Börsenwertes von gut zehn Millionen Euro und der durchaus sehr realistischen Chance, dass die Planung im kommenden Jahr eingehalten werde, würde der Schritt nicht verwundern. Man müsse nämlich wissen, dass DEAG mittlerweile im Prinzip das Kerngeschäft betreibe, das im Vorfeld des Börsenganges zig Jahre fette Profite abgeworfen habe.

Die DEAG-Aktie ist eine ausgezeichnete Turnaround Geschichte und auf aktuellem Niveau spekulativ kaufenswert, so die Analysten von "TradeCentre.de".




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